...ist eingetreten. Ich kann meine Gäste im Katzenhotel nicht versorgen.
Ende November 2025 bin ich beim sauber machen auf der Treppe gestürzt. Tibiakopffraktur. Mein Knie wurde Anfang Dezember 2025 operiert, der Bruch ist mit zwei Schrauben fixiert. Ich laufe immer noch auf Krücken.
Mit Krücken traue ich mich weder auf die steilen Treppen im Katzenhotel noch kann ich Näpfe etc. in Zimmer tragen. Eine Katastrophe!
Zum Glück habe ich meine Vertreterin Claudia. Zum ersten Mal in 11 Jahren wird sie ganz dringend gebraucht und ist sofort für mich eingesprungen. Sie versorgt die Gäste absolut perfekt. Dazu gehört nicht nur Katzen füttern und knuddeln, sondern auch viel sauber machen, waschen, Zimmer desinfizieren und aufräumen.
Ich freute mich auch sehr über die vielen Leute, die Hilfe angeboten haben. Leider funktioniert das im Katzenhotel nicht so gut. Wer dort Gäste versorgt, muss einen Sachkundenachweis nach §11 Tierschutzgesetz für Katzen erbracht haben. Das ist bei Claudia der Fall, sie ist meine offizielle Vertreterin. Weiterhin reagieren die meisten Katzen nicht unbedingt positiv auf Fremde. Ich mache das ja sonst alleine, mich kennen sie. Das Vertrauen der Katzen ist nicht geschenkt, das muss man sich erarbeiten. Wenn Fremde da sind, verkrümeln sich die meisten Gäste in ihr Häuschen und bleiben da auch so lange drin, bis die unbekannte Person weg ist.
Claudia hat das super gemacht. Das hat mit den Gästen seit meinem Ausfall perfekt geklappt und es gab auch jeden Tag Fotos für die Besitzer. Über Weihnachten und den Jahreswechsel ist ja immer viel los. Ich bin sehr stolz auf Claudia, vielen, vielen Dank dafür!
Mein Fazit:
Alles hat hervorragend geklappt. Es ist unbezahlbar, eine so gute Vertreterin zu haben.
ABER: ich möchte so etwas nie wieder erleben.
Es ist für mich schlimm, nichts richtig machen zu können. Nur rumsitzen und Anweisungen geben - nicht mein Ding!
Am 12.01.2026 habe ich den Kontrolltermin für mein Knie. Ich gehe davon aus, dass dann alles verheilt, stabil und gut ist. Und ich endlich die Krücken los bin. Und wieder wie gewohnt das Katzenhotel betreiben kann.
Bis dahin überlege ich mir, wie ich mit dieser Erfahrung und dem Katzenhotel umgehe. Ich mache alles alleine - was passiert falls ich mal so richtig krank werde?
Allen ein schönes und gesundes neues Jahr!
Erstmal danke für das viele Lob!
AntwortenLöschenEs war für mich selbstverständlich, als Vertreterin, und auch als Lebenspartnerin, dass ich die Arbeiten im Hotel während der Krückenzeit übernehme. Anspruch an mich war ebenfalls, es möglichst genauso gut wie Manuela zu erledigen, (verwackelte) Fotos zu machen und die Katzen zu verwöhnen, damit die Katzen und deren Besitzer genauso zufrieden sind wie vorher.
Ich hoffe, es hat für alle gepasst. Jetzt sind es noch zwei Wochen, und ich gebe zu, ich freue mich aufs Ausschlafen und unbeschwert abends mal was trinken können. ;-)
An dieser Stelle möchte ich auch mal betonen, wie viel Arbeit das alles ist. Nicht wegen mir und der kurzen Zeit meiner Vertretung, sondern allgemein das Katzenhotel. Was Manuela in den letzten 11 Jahren hier tagtäglich leistet, ist der Wahnsinn. Ich hatte jetzt auch nicht so viele Katzen zu betreuen, wie Manuela während z.B. der Sommerferien. Jetzt kann ich es richtig einschätzen, was das für ein Aufwand und eine Arbeit ist, wenn man ein Katzenhotel so betreibt, wie es Manuela eben macht.
Für jeden Gang durchs Hotel, und das sind 3-4 Mal pro Tag, jeden Tag, auch Sonntag, auch Neujahr, immer, muss man zwischen 45 Minuten bei nur 2-3 Katzen und eher mehr als 2 Stunden einplanen. x 3 oder x 4 jeden Tag. Es ist jeden Tag also ein zeitlicher Aufwand, der einem Vollzeitjob entspricht. Und das als Kleinstunternehmer mit einem Limit an Umsatz und Gewinn. Das wusste Manuela von Anfang an, und wegen Geld macht sie es auch nicht, denn ihr geht es um das Wohlergehen der Katzen.
Ich weiß jetzt, was das für ein Aufwand ist, und kann nur sagen: Chapeau und allerhöchsten Respekt, was Du, Manuela, hier JEDEN Tag leistest.